Gruselig, aber harmlos.
Bäume und Büsche stehen blattlos und von einem fast blickdichten, weißen Spinnennetz umhüllt da. Jeder Ast und auch der Stamm scheinen extra umhüllt zu sein. Wie silbrige Geister erheben sie sich über der ansonsten grünen Landschaft. Zu sehen ist das Werk von Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeuta).
Ein milder Winter und ein trocken-warmes Frühjahr sind ideale Voraussetzung für eine Massenvermehrung von Gespinstmotten. Die meist gelblichen Raupen des kleinen Nachtfalters spinnen ganze Sträucher oder Bäume ein und fressen diese kahl.
Wenn im Juni die letzte Raupenphase erreicht ist, steigert sich der Appetit. Oft sind die besiedelten Traubenkirschen, Pfaffenhütchen, oder Schlehen von den weißen Gespinsten der Tiere vollständig bedeckt. Auch Apfelbäume, Kirsch- und Pflaumenbäume können befallen sein. Für die Gehölze ist das zwar unwillkommener Stress, aber im Normalfall treiben sie später ein zweites Mal aus und im Sommer sieht alles wieder weitgehend normal aus.
Allerdings sind die Ertragseinbußen deutlich, denn die Raupen machen auch vor Blütenknospen nicht Halt.
Haben Sie einige Gespinste in den Zweigen entdeckt?
Dann schneiden Sie die befallenen Zweige vollständig ab und entsorgen sie im Restmüll, nicht auf dem Kompost.
Auch ein harter Wasserstrahl kann die Raupen vom Baum blasen. Im Herbst und Winter können Sie die Eigeleger von der Rinde kratzen.
Fröhliche Grüße sendet die Gartenfachberatung.
Quellenangaben:
Fotos: P. Henninges / ChatGPT


