Achtung! Die Seidenpflanze wächst im KGV Schönauer Lachen e.V.
Die Seidenpflanze ist zwar schön anzusehen, stellt aber aufgrund ihres invasiven Charakters eine ernsthafte Bedrohung für heimische Ökosysteme und die Landwirtschaft dar.
Seit 2017 ist der Handel mit dieser Pflanze in der EU untersagt, um ihre weitere Verbreitung zu verhindern.
Die Bekämpfung der Seidenpflanze ist dringend notwendig.
Auf landwirtschaftlichen Flächen konkurriert die Seidenpflanze mit Nutzpflanzen, was zu Ertragsverlusten führt. Ihre Fähigkeit, auch in nährstoffarmen Böden zu gedeihen, erhöht ihre Bedrohung für diverse Kulturen. Zudem verschärft ihre Invasion in natürliche Habitate den Stress für heimische Ökosysteme. Die Pflanze beeinflusst die Bodenstruktur und Nährstoffkreisläufe negativ. Ihre unterirdischen Rhizome verändern die Bodendichte und die Zusammensetzung der Bodenschichten, was zu einer möglichen Verarmung des Bodens und einer Störung der Symbiose zwischen Pflanzen und Bodenorganismen führt. In der Landwirtschaft wirkt die Seidenpflanze als Unkraut und verursacht wirtschaftliche Schäden durch Konkurrenz mit Nutzpflanzen. Die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen führen zu zusätzlichen Kosten und Arbeitsaufwand.
Empfehlung:
Melden Sie Vorkommen dem Vorstand des Gartenvereins.
Pflanzen oder kleine Bestände sollten Sie durch vollständiges Ausgraben entfernen.
Achten Sie darauf, sämtliche Wurzelstöcke zu entfernen, um eine Regeneration zu verhindern.
Reinigen Sie Geräte, Fahrzeuge und Schuhwerk gründlich, um eine Verschleppung zu verhindern.
Vermeiden Sie offene Böden und entsorgen Sie Pflanzenreste ordnungsgemäß.
Begleiten Sie jede Bekämpfungsmaßnahme durch mehrjährige Nachkontrollen, um sicherzustellen, dass keine neuen Bestände entstehen.
Warnhinweis: Der toxische Milchsaft der Seidenpflanze kann bei menschlichem Kontakt allergische Reaktionen und Dermatitis auslösen.
Statt der invasiven Seidenpflanze können Sie auf eine Vielzahl heimischer Pflanzenarten zurückgreifen. Diese unterstützen die Biodiversität und sind besser an die hiesigen Klimabedingungen angepasst: Sterndolden (Astrantia major), Natternkopf (Echium vulgare), Wilde Malve (Malva sylvestris), Heidenelken (Dianthus deltoides).
Fröhliche Grüße sendet die Gartenfachberatung.
Quellenangaben:
Fotos: K. Hoffmann / Gemini
https://www.gartenjournal.net/seidenpflanze-verboten
STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT FREISTAAT SACHSEN, Gewöhnliche Seidenpflanze Management- und Maßnahmenblatt
Bundesamt für Naturschutz, Die invasiven gebietsfremden Arten der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 – Dritte Fortschreibung 2022 – Stefan Nehring und Sandra Skowronek


