Kaltkeimer?
Während draußen Frost und Schnee den Garten in Winterruhe versetzen, begann für manche Hobbygärtnerinnen bereits die neue Gartensaison.
Sie säten im November Dill, Kerbelrübe und Co.
Kaltkeimer – auch Frostkeimer genannt – haben eine besondere Eigenschaft: Ihre Samen enthalten keimhemmende Stoffe, die nur durch niedrige Temperaturen abgebaut werden. Ein Pflanzenhormon verhindert, dass die Samen bereits im Herbst austreiben und dann durch Winterfröste erfrieren würden. Erst nach einer mehrwöchigen Kältephase sind die Samen bereit, im Frühjahr bei steigenden Temperaturen zu keimen.
Hinweis:
Wer den richtigen Aussaatzeitpunkt im Herbst verpasst hat oder auf Nummer sicher gehen möchte, kann Kaltkeimer im Kühlschrank vorziehen.
Die Samen zunächst ein bis zwei Wochen in warmem Wasser oder Kamillentee quellen lassen.
Anschließend Samen mit Anzuchterde mischen.
Das Samen-Erd-Gemisch gut befeuchten und in einen beschrifteten Gefrierbeutel geben oder in Aussaatschalen füllen, die mit Frischhaltefolie abgedeckt werden.
Die Behälter kommen nun für vier bis sechs Wochen in den Kühlschrank bei Temperaturen zwischen -4 und +4 Grad. Wichtig: Das Substrat darf niemals austrocknen.
Nach der Kältephase werden die Schalen bei milden 5 bis 12 Grad hell aufgestellt.
Achtung! Die Temperatur zu schnell anzuheben, schadet der Keimung.
Fröhliche Grüße sendet die Gartenfachberatung.
Quellenangaben:
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/kaltkeimer-frostkeimer-aussaeen-20436
https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/aussaat/kaltkeimer-saen-winterkeimer-frostkeimer-100.html
Fotos: P. Henninges / Gemini


